Februar 2008
Suchtverhalten: Da komm´ ich alleine nicht mehr raus
Wie komme ich wieder los von der Sucht?
Es gibt nur einen Weg, der aus der Abhängigkeit führt: Bewusstwerdung. Das fängt mit dem Eingeständnis an, überhaupt süchtig zu sein. Viele Süchtige belügen sich selbst: Ich rauche ja bloß, weil es mir so gut schmeckt. Aufhören könnte ich jederzeit. Bier ist doch ein Grundnahrungsmittel, Schokolade fördert die Konzentration …
Eine Sucht überwinden kann nur, wer sie auch zugibt und sich klar dafür entscheidet, dass er aufhören will. Eine Sucht wirklich hinter sich zu lassen, ist verdammt schwer. Kaum jemand schafft es ganz allein, bei manchen Süchten ist das sogar völlig unmöglich. Ein erster, ein ganz wichtiger Schritt in die Freiheit besteht darin, mit jemandem über die eigene Abhängigkeit zu reden. Mit einem Freund oder einer Freundin, einem Vertrauenslehrer, vielleicht mit jemandem aus der Familie. Oder man überwindet sich und geht gleich zu einer Beratungsstelle, wo Fachleute sitzen, die wirklich weiterhelfen können. Für jede Sucht gibt es außerdem Selbsthilfegruppen, in denen man Menschen treffen kann, die dasselbe erlebt haben – und die einen schon deshalb besser verstehen als jeder andere.
Welche weiteren Maßnahmen dann nötig sind – zum Beispiel eine stationäre Entzugsbehandlung oder eine ambulante Therapie –, muss individuell mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten abgestimmt werden.
Hier gibt es Hilfe
Adressen und Informationen zum Thema „Sucht und Drogen“
Bei Sucht- und Drogenproblemen gibt es zahlreiche Beratungsstellen in fast allen größeren Städten. Die Adressen kann man zum Beispiel telefonisch beim Jugendamt der örtlichen Stadt- oder Kreisverwaltung und häufig auch bei der Kirchengemeinde erfragen. Dort und im Gesundheitsamt der Stadt oder Gemeinde gibt es auch die Anschriften von Jugend-, Sucht- und/Drogenberatungsstellen in der Nähe, an die man sich anonym wenden kann. Im Telefonbuch findet man Hilfe unter dem Eintrag „Beratungsstellen…“, „Jugend….“ Oder „Drogen….“
In folgenden Städten gibt es Notruftelefone mit einer Telefonberatung für Abhängige und Suchtgefährdete:
München: 089/282822
Köln: 0221/315555
Düsseldorf: 0211/325555
Essen: 0201/403840
Anschriften von Beratungsstellen vermitteln außerdem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter Telefon 0221/892031sowie das Malteser-Telefon unter 0221/9822222.
Weiterführende Informationen gibt es auch bei folgenden Vereinen, Verbänden und Institutionen:
Selbsthilfe junger Suchtkranker
Bundesweite Koordination
Große Hamburger Straße 18
10115 Berlin
Telefon: 030/2805112
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Telefon: 0221/892031
Internet: www.bzga.de
Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren e.V. (DHS)
Westring 2
59065 Hamm
Telefon: 02381/9015-0
Internet: www.dhs.de
Deutscher Caritasverband
Referat Besondere Lebenslagen
Karlstraße 40
79104 Freiburg
Telefon: 0761/200-369
Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk
Kurt-Schumacher-Straße 2
34117 Kassel
Telefon: 0561/109570
Fachverband Drogen und Rauschmittel e. V.
Odeonstraße 14
30159 Hannover
Telefon: 0511/1316474
Alateen – Selbsthilfegruppen für Kinder und Jugendliche, Angehörige von Alkoholikern
Emilienstraße 4
45128 Essen
Telefon: 0201/773007
Blaues Kreuz e. V.
Freiligrathstraße 27
42289 Wuppertal
0202/6200-341
Nützliche Internetseiten mit unzähligen Informationen und Angeboten zum Thema Suchtprävention:
• www.bzga.de, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Unter www.bzga.de/adressen/sucht/beratung.htm gibt es ein Verzeichnis von Suchtberatungsstellen.
• www.dhs.de, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., siehe besonders unter > Kampagnen > Klarkommen sowie > Ausweg – Jugend und Sucht.
•
www.gek.de, Gmünder Ersatzkasse. Broschüre „Süchte“ als Download: > Service > Broschüren > GEKKOthek.• www.ginko-ev.de, Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW. Viele Hintergrundinformationen und Downloads, zum Beispiel: Wie Drogen im Gehirn wirken (> Drugs & Brain), Rauschcheck (> Rauschfaktor).
• www.aktion-glasklar.de, Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK), Quiz, Tests, Downloads und vieles mehr rund um das Thema Alkohol.
• www.prevnet.de, Fachportal der Suchtvorbeugung.
Das Netzwerk ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und den Landeskoordinatoren der Suchtprävention in Deutschland.
• www.rauch-frei.info
Unzählige Infos zum Thema Rauchen mit Aussteiger-Spezial.
• www.bist-du-staerker-als-alkohol.de mit Alkoholtest WAS WEISST DU ÜBER ALKOHOL?
• www.drugcom.de, Drogenlexikon, Wissenstests, „cannabistest“, „check your drinking“ und vieles mehr.
• www.drogen-und-du.de, ein Projekt von Therapieladen e. V., Berlin. Viele Informationen, Personality-Check, Konsum-Check, Drogen-Quiz.
• www.jugendsuchtberatung.de, Internetauftritt der Jugendsuchtberatung in Hamm mit vielen Infos.




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