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September 2008

September 2008: Stress

Zu viel ist zu viel

Stress gehört zum Leben – beruflich und privat. Das ist im Prinzip auch nicht schlecht: Jede Herausforderung, die wir meistern, bringt uns einen Schritt weiter. Doch auch hier gilt: Es kommt auf die richtige Dosis an.



Ihren persönlichen Stress müssen Sie ganz allein managen. Das nimmt Ihnen niemand ab. Je eher Sie das lernen, desto besser für Job und Privatleben. Dabei ist die Einstellung entscheidend, mit der Sie an die täglichen Herausforderungen herangehen. Eine zu erledigende Aufgabe kann Sie in eine freudig-gespannte Erwartung versetzen – „Hey, das wird zwar harte Arbeit, aber ich kann zeigen, was in mir steckt.“ – oder Sie erstarren lassen: „Das schaffe ich nie!“ Es lebt sich besser mit der Einschätzung Nummer eins.

Raus aus der Stressfalle

Stress entsteht, wenn man sich überfordert fühlt. In der Berufsschule steht eine Prüfung an, ein Auftrag ist noch nicht abgeschlossen, und zusätzlich sollen Sie die Teamleitung in einem neuen Projekt unterstützen. Ausgerechnet gemeinsam mit einer Kollegin, die für jeden Streit zu haben ist. Allein bei der Vorstellung, das alles zu bewältigen, fühlen Sie sich wie gelähmt.

Der erste Schritt aus der Stressfalle: Genauer unter die Lupe nehmen, was die meiste Angst macht. Der schwelende Konflikt mit der Kollegin? Oder befürchten Sie, dass Ihr Fachwissen nicht ausreicht? Beantworten Sie die Fragen ehrlich und gehen Sie dann das Hauptproblem an. Suchen Sie nach Beistand und Lösungen – auch im Gespräch mit dem Ausbilder. Womöglich ist er davon überzeugt, Sie könnten die Aufgaben mit links erledigen und kann sich gar nicht vorstellen, dass Sie deshalb schlaflose Nächte haben. Vielleicht könnten auch ein vertrauenswürdiger Kollege oder eine befreundete Kollegin dabei helfen, die Situation objektiv zu beurteilen und in einzelne, machbare Arbeitsschritte einzuteilen.

Zeitpuffer einplanen

Oft sind es nicht die „big points“, sondern die alltäglichen Stolpersteine wie Zeitdruck, Konflikte mit Kollegen, Lärm und Hektik, die uns stressen. Hier helfen eine großzügigere Terminplanung, die Luft für Terminverzögerungen, ungeplante Telefonate oder Verkehrsstaus lässt sowie eine gute Vorbereitung, zum Beispiel auf ein Kundengespräch.

In der Freizeit: Extremrelaxing

Auch das Freizeitleben kann uns ganz schön auf Trab halten. Solange Spaß und Entspannung dabei die Hauptrollen spielen, tut das nur gut. Aber manchmal könnte weniger mehr sein. Gute Freunde zeigen sicher Verständnis, wenn Sie mal einen Abend allein ausspannen möchten. Auch für den Sport gilt: Bewegung tut dem Körper gut und ist ein wichtiger Ausgleich zum Berufsleben, aber bitte ohne verbissenes Leistungsdenken.


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