März 2004:
Hautschutz: Samtweich und streichelzart
Die perfekte Schutzhülle
Die Haut ist mit zirka zwei Quadratmetern nicht nur unser größtes, sondern auch ein äußerst vielseitiges Organ: Sie enthält Sinnesorgane für das Berührungs-, Temperatur- und Schmerzempfinden und übernimmt so lebenswichtige Funktionen wie:
- Schutz vor mechanischen Einwirkungen
- Schutz vor chemischen Substanzen
- Schutz vor physikalischen Einflussfaktoren
- Temperatur- und Flüssigkeitsregulierung (z.B. Schwitzen)
- Abwehr von Krankheitserregern
- Ausscheiden von Schweiß, Talg und anderen Stoffwechselprodukten.
Klar, dass nur eine gesunde Haut in der Lage ist, all diese Aufgaben zu erfüllen.
Schicht für Schicht Qualität
Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der Lederhaut und dem Unterhautgewebe.
Die äußerste Schicht ist die Oberhaut. Sie ist für die tägliche Schutzfunktion die wichtigste. An ihrer Oberfläche befinden sich mehrere Hornzellschichten. Die einzelnen Hornzellen werden ständig abgestoßen, da aus den unteren Schichten immer wieder neue Zellen nachgeschoben werden.
In einer tieferen Oberhautschicht sind alle Zellen noch fest miteinander verbunden. Dieser feste Zellverbund bildet zusammen mit dem so genannten Wasser-Fett-Film (auch Hydrolipidmantel genannt, hydro = Wasser und lipid = Fett) auf der Hautoberfläche die eigentliche Barriere gegen Haut schädigende Stoffe. Wird dieser Zellverbund zerstört, zum Beispiel durch stundenlange Arbeit mit feuchten Materialien, aggressive Hautreinigung (z.B. mit Terpentin) oder falschen Umgang mit Chemikalien, trocknet die Hautoberfläche aus. Sie wehrt sich gegen diese falsche Behandlung und reagiert mit Rötungen, Spannungsgefühlen und Juckreiz. Was viele nicht wissen: Das sind oft die ersten Anzeichen dafür, dass der Job die Haut auf Dauer krank machen kann. Allerspätestens jetzt sollte man reagieren und seine Haut konsequent schützen und pflegen.




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