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Mai 2005

Gefahrstoffe- Kontaktsperre

Rundum-Schutzpaket


Das einfachste wäre natürlich, alle gefährlichen Arbeitsstoffe durch ungefährliche zu ersetzen. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, genau diese Möglichkeit für seinen Betrieb zu prüfen. Gibt es aber keine Alternativen für die verwendeten Gefahrstoffe, muss er dafür sorgen, dass seinen Mitarbeitern nichts passieren kann. Und zwar mit wirksamen Schutzmaßnahmen, die in folgender Reihenfolge ineinandergreifen: An erster Stelle stehen die so genannten technischen Schutzmaßnahmen.
Das sind zum Beispiel Absaugeinrichtungen und Lüftungsanlagen. Die technischen Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass man gar nicht erst mit gefährlichen Stoffen, zum Beispiel Stäuben, Gasen oder Rauchen in Kontakt kommt.

Die technischen Maßnahmen werden ergänzt durch organisatorische Schutzmaßnahmen. Darunter versteht man zum Beispiel die räumliche oder zeitliche Trennung von einander gefährdenden Arbeitsbereichen wie etwa die Abschirmung von Schweißarbeiten.

Reichen diese beiden Maßnahmen nicht aus, um Gesundheitsgefahren bei der Arbeit auszuchließen, müssen als dritter und letzter Schritt
persönliche Schutzmaßnahmen wie Atemschutzmasken, Schutzbrillen, Schutzhandschuhe usw. zum Einsatz kommen.

Keep away!


Mit den folgenden Tipps hält man sich und anderen gefährliche Stoffe ganz einfach vom Leib:
Super wichtig: Nicht abwarten, bis Pandere einen über eventuelle Gefährdungen informieren, sondern selbst aktiv werden. Wer die Kennzeichnung auf den Verpackungen und die Betriebsanweisungen aufmerksam durchliest, die Gefahrenhinweise beachtet und Sicherheitsratschläge befolgt, hat schon viel für sich getan. Technische Schutzmaßnahmen Psind nur dann erfolgreich, wenn sie auch zum Einsatz kommen. Also: Absaug- oder Lüftungseinrichtungen richtig benutzen, nicht außer Betrieb setzen und Mängel sofort melden.

Wer bei seiner Arbeit persönliche Schutzausrüstungen tragen muss, sollte dies auch unbedingt tun. Es geht um die eigene Gesundheit und nicht um die der vielleicht lästernden Kollegen oder des Druck machenden Chefs! Die am häufigsten verwendete persönliche Schutzausrüstung gegen Chemikalien sind Schutzhandschuhe. Hier ist es überaus wichtig, den richtigen Handschuh zu benutzen, denn nicht jedes Material hält jeder Chemikalie stand. Kann diese durch einen ungeeigneten Handschuh eindringen, gelangt sie im schweißfeuchten Innenraum des Handschuhs noch schneller durch die Haut in den Körper. Welcher Handschuh für welche Tätigkeit der richtige ist, steht in der Betriebsanweisung, im Hautschutzplan oder ist beim Vorgesetzten bzw. beim Betriebsarzt zu erfragen.

Bitte NIEMALS Gefahrstoffe einfach mal schnell in irgendwelche Behälter umfüllen. Kaum zu glauben, aber es kommt immer wieder vor, dass Gefahrstoffe in Getränkeflaschen, Jogurtbecher oder Marmeladengläser abgefüllt werden. Selbst wenn diese mit einem Aufkleber markiert werden, ist die Gefahr groß, dass jemand allein durch die äußere Form der Gefäße den Inhalt mit Lebensmitteln verwechselt.

Stichwort persönliche Hygiene! Wer mit gefährlichen Arbeitsstoffen umgeht, sollte hier richtig pingelig sein, sonst helfen auch alle technischen und organisatorischen Maßnahmen rein gar nichts. Selbsterständlich ist doch, dass man an solchen Arbeitsplätzen nicht isst, trinkt oder raucht und vor der Pause Hände und Gesicht gründlich wäscht. Und dass man Flaschen, Becher, Geschirr, Brote oder Zigaretten nie mit verschmutzten Händen anfasst, damit keine Gefahrstoffspuren auf diesem Weg in den Körper gelangen. Auch die Arbeitskleidung kann mit Gefahrstoffen verunreinigt sein. Deshalb sollte man darauf Wert legen, die Arbeitskleidung von seinen privaten Sachen zu trennen.


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GEFAHRSTOFFE


können auftreten als

 
GEfahrstoffe können verschluckt, eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden




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