
Juni 2005
Bewegung im Büro: Mehr Dynamik bitte!
Sitzen im Büro, sitzen in der Schule, sitzen in der Kantine, sitzen im Auto, sitzen daheim am Computer und sitzen vorm Fernseher. Unser Körper ist für soviel Sitzen gar nicht konstruiert. Er will bewegt werden und nimmt das viele Sitzen krumm.Wer rastet, der rostet
Im Büro ist Bewegung Mangelware. Etwa 80 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt ein Büroangestellter sitzend. Wer nicht aktiv etwas für seinen Muskelapparat tut, bekommt irgendwann die Quittung: meistens in Form von Verspannungen und Rückenschmerzen.
17 Millionen Menschen in Deutschland verbringen ihren Arbeitsalltag im Büro und damit überwiegend sitzend. Super, ist doch bequem, oder? Anscheinend nicht, denn Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen sind für viele Sitzberufler an der Tagesordnung. Ursache ist vor allem Bewegungsmangel.
Durch das stundenlange Sitzen wird der Bewegungsapparat einseitig belastet. Manche Muskeln verkürzen sich, andere werden auf unnatürliche Weise gedehnt, wieder andere verkümmern sogar. Eine solche Zwangshaltung ist nicht gesund. Deshalb gilt es, den Arbeitsalltag „bewegter“ zu gestalten. Das ist besonders wichtig für alle Bewegungsmuffel, die in ihrer Freizeit keinen Ausgleichsport treiben.
Das bewegte Büro
Dynamisches Sitzen, bei dem man so oft wie möglich die Sitzposition ändert, ist gut und wichtig, so wie ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Und doch reicht dies allein nicht aus. Das Rezept gegen Verspannungen und Rückenschmerzen ist eigentlich ganz einfach: Alles, was nicht im Sitzen erledigt werden muss, macht man im Stehen oder gar im Gehen.
Hier ein paar Tipps, wie man Abwechslung und echte Dynamik in den Arbeitsalltag bringen kann.
- Die Treppe statt den Aufzug nehmen.
- Häufig gebrauchte Utensilien aus der Griffnähe verbannen. So zwingt man sich aufzustehen.
- Drucker, Faxgerät und Kopierer sollten in anderen Räumen untergebracht sein, das bringt nicht nur mehr Bewegung, sondern vermindert auch mögliche Schadstoffe in der Raumluft des Büros.
- Telefonieren, die Post öffnen, kurze Besprechungen abhalten – das alles kann man im Stehen erledigen. Praktisch sind dazu Stehpulte.
- - Nachdenken kann man sogar im Gehen, das macht den Kopf frei für neue Ideen.
- Statt den Kollegen am anderen Ende des Flurs anzurufen oder eine Mail zu schreiben: Hingehen!
- Regelmäßige kleine Bewegungspausen mit Gymnastikübungen einlegen. Eventuell lästernde Kollegen dabei souverän übersehen!
- In der Mittagspause ruhig mal um den Block laufen – jeder Gang hält fit!
- Zwischendurch immer mal wieder recken, strecken und die Muskeln ausschütteln.
Das übliche Verhalten zu ändern, erfordert am Anfang etwas Übung, zahlt sich aber aus. Schon wenige Haltungswechsel in der Stunde fördern nachweislich die Gesundheit, indem sie den Kreislauf anregen und Muskelverspannungen vorbeugen.
Tipp: Sportlicher Ausgleich in der Freizeit ist für Sitzberufler wirklich wichtig, wenn man schmerzfrei bleiben will. Geeignet ist alles, was Spaß macht: Laufen, Inliner fahren, Radeln, Schwimmen, Muskeltraining im Fitnessstudio und und und. Hauptsache, man tut es regelmäßig zwei- bis dreimal in der Woche!




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