Mai 2006
Hautschutz bei Außenarbeiten: Schattendasein Lichtschutz
Empfehlung der Deutschen Krebshilfe:Unabhängig vom Hauttyp sollte man sich bei Arbeiten im Freien immer mit einem Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor von mindestens 20 (UVA und UVB) gründlich und dick eincremen. Bei schweißtreibender Arbeit werden wasserlösliche Cremes schnell weggespült. Hier hält wasserfester Schutz besser. Auch gut: öfter mal nachcremen.
Der Sonne keine Chance:
Leichte Kleidung aus Naturfasern, UV-Strahlen abhaltende Sonnenbrille, Hut, Kappe oder Schutzhelm schützen auf jeden Fall besser vor zu viel Sonne als Sonnenschutzmittel. Hut oder Schutzhelm helfen außerdem gegen eine Überhitzung des Kopfes und spenden dem Gesicht Schatten. Besonders empfehlenswert bei Leuten mit sehr kurzem oder dünnem Haupthaar.
Wer die Sonne am Arbeitsplatz aussperren will, sollte ein wenig erfinderisch sein: Bereits die Römer setzten Sonnensegel als Schattenspender beim Straßenbau ein. Klappt auch heutzutage, zum Beispiel durch Abdeckungen oder Sonnensegel an Baugerüsten. Und Sonnenschirme und provisorische Überdachungen erfüllen ihren Zweck nicht nur am Strand.
Kleidung mit eingebautem Lichtschutz
Zumindest wenn es um den UV-Schutz geht, ist T-Shirt nicht gleich T-Shirt. Kunstfasern wie Nylon und Polyamid schützen weniger als Baumwolle und nasses Gewebe weniger als trockenes. Mittlerweile gibt es in immer mehr Geschäften Kleider mit „eingebautem“ chemischen Lichtschutz. T-Shirts, Mützen, Badekleidung, Hosen: Die Auswahl ist vielfältig und vor allem für sehr hellhäutige, sonnenempfindliche Menschen zu empfehlen. Auch spezielle Berufskleidung mit Lichtschutz ist erhältlich.
Drei, die sich gar nicht mögen: Sonne, Haut und bestimmte Pflanzen
Nicht nur zu viel Sonne kann die Haut beim Arbeiten im Freien reizen. Auch der Kontakt mit bestimmten Pflanzen macht der Haut oft zu schaffen. Und das kann ganz schön unangenehm sein.
Die hautreizende Wirkung von Brennnesseln ist bekannt. Der Fachmann spricht von irritativer Kontaktdermatitis (Dermatitis = akute Hautentzündung). In der heimischen Flora lauern noch aggressivere Gewächse, zum Beispiel der Riesenbärenklau. Wer ihm zu nahe tritt, bekommt es mit einem Kontaktgift zu tun. Ähnlich aggressive Inhaltsstoffe sind in Dillpflanzen, Geißfuß oder Schafgarbe zu finden. Besonders vorsichtig sollten Menschen sein, die zu Allergien neigen. Häufig tritt die Überempfindlichkeit gegen einen Pflanzensaft erst bei einem direkten Hautkontakt zu Tage. Entzündungen in Form eines Ekzems sind die Folge. Bei Floristen, Gärtnern und Pflanzen-züchtern treten sie meist an Fingern, Händen, Unterarmen, im Gesicht, am Dekolleté und im Nacken auf.
Auch wenn die ersten Hautreaktionen noch harmlos ausfallen: Je häufiger der Allergiker mit dem auslösenden Stoff in Kontakt kommt, desto heftiger wird seine Haut reagieren. Die Überempfindlichkeit kann so weit gehen, dass keine Berührung mehr notwendig ist. Im Extremfall genügt es, wenn sich der Mensch und die Pflanze im gleichen Raum befinden.




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