Juni 2006
Lernen lernen: Hilfe, mein Kopf ist leer
Und wie habt Ihr gelernt?
next hat sich bei den Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion umgehört und stellt Ihnen deren persönliche Lerntipps vor.Ich habe für meine Prüfungen immer mit anderen gemeinsam gelernt. Nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir haben uns gegenseitig abgehört und Zusammenhänge erklärt. Dabei stellte sich schnell raus, was man selbst noch nicht verstanden hat und noch mal nacharbeiten musste.
Ricarda Dröse, Redakteurin
Mein Tipp: Spicker schreiben und schon ein oder zwei Tage vor der Prüfung in die Hosentasche stecken. Dann immer wieder anschauen und durchlesen und dadurch alles auswendig lernen. Während der Prüfung hatte ich den Spicker in der Tasche – und nur dort! War ein beruhigendes Gefühl.
Diana Wilke, Redaktionsassistenz
Ich muss immer so früh wie möglich und dafür in kleinen Häppchen zu lernen anfangen, um nach hinten raus möglichst viel Puffer zu haben! Deswegen macht es mich rasend, wenn ich mit Leuten in einer Gruppe zusammenarbeiten muss, die den Druck am Schluss brauchen, alles auf die letzte Minute verschieben und dann mit einer Kanne Kaffee die Nacht durcharbeiten – furchtbar!
Katja Rieger, Redakteurin
Man sollte schnell herausfinden, was für ein Lerntyp man ist (visuell, auditiv etc.). Ich habe ein fotografisches Gedächtnis, so dass ich ganze Bücherseiten inklusive Grafiken in meinem Gedächtnis „abfotografieren“ kann. Das funktioniert aber nur, wenn ich vorher den Stoff richtig verstanden habe.
Natalie Zimmermann, Redaktionsassistenz
Ich muss den Lernstoff graphisch strukturieren, sonst kann ich mir nichts merken. Dazu schreibe ich in einem Mind Map alle Lerninhalte möglichst kurz und knapp auf ein DIN A4-oder DIN A3-Blatt im Querformat. Das Wichtigste kommt in die Mitte, alles andere wird mit abnehmender Wichtigkeit kreisförmig um den thematischen Mittelpunkt gruppiert. Die einzelnen Stichworte werden dann mit Rahmen und Linien in unterschiedlichen Farben und Strichstärken versehen. So kann ich mir die inhaltlichen Zusammenhänge verdeutlichen. Idealerweise habe ich die Stichworte im Uhrzeigersinn um den Mittelpunkt (das Hauptthema) herum angeordnet, denn dann kann ich gleich noch die von mir veranschlagte Lernzeit für die einzelnen Punkte dazuschreiben und bekomme so einen ziemlich guten Zeitplan, an den ich mich beim Lernen halten kann.
Gernot Leinert, Volontär
Mein optimaler Lernrhythmus: Maximal zwei Stunden am Stück, dann eine Stunde Pause. Jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit lernen und immer die gleiche Lernmenge einplanen. Man sollte Mut zur Lücke haben und sich nicht zu viel vornehmen. Ich habe mich nach dem Lernen abends mit was Schönem belohnt: Kino, Einkaufen, Kneipe etc. Das motiviert für den nächsten Tag.
Christian Donner, Volontär




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