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November 2010

Stapler sind keine Rennwagen

Wer Lasten stapelt, rangiert, hebt, senkt oder ein- und auslagert, trägt für sich und seine Kollegen eine ganz besondere Verantwortung – und muss dafür geeignet und geschult sein.


Rund 30 Gabelstapler sind bei Fuchs Europe Schmierstoffe am Standort Mannheim im Dauereinsatz – an fünf Tagen die Woche, im Dreischichtbetrieb. Eine gute Ausbildung der Fahrer, hohe Sicherheitsstandards und eine ausgeklügelte Logistik sorgen dafür, dass der Staplerverkehr auf dem Werksgelände effektiv und vor allem sicher funktioniert.


Quelle: Linde Material Handling


„Behutsamund vorausschauend fahren, das ist bei uns die oberste Maxime“, sagt Peter Wirtz. Als leitender Sicherheitsingenieur ist er verantwortlich für die Arbeitssicherheit. „Der Stapler ist kein Rennwagen. Deswegen achten wir darauf, dass unsere Fahrer nicht nur gut fahren können, sondern dass sie das auch auf gewissenhafte Weise tun.“ Und zwar aus gutem Grund: Quetschungen, Platzwunden, Knochenbrüche, Amputationen bis hin zu tödlichen Verletzungen – jedes Jahr passieren in Deutschland etwa 12.000 meldepflichtige Unfälle mit Gabelstaplern, darunter rund 20 bis 30 mit tödlichem Ausgang. Oft sind es nur kleine Unaufmerksamkeiten, die zu schweren Unfällen für die Betroffenen führen.

Ohne Kontrolle geht’s nicht
Es ist gar nicht so einfach, einen Gabelstapler sicher zu führen und die Ladung unbeschädigt und sachgerecht an Ort und Stelle zu bringen. Dafür müssen die Fahrer wirklich geeignet und geschult sein.


Quelle: Stepp
Keine leichte Aufgabe: Entladen und Rangieren mit dem Fasslifter


Die Mitarbeiter nur per Unterweisung und Gespräch für sicheres und gesundheitsgerechtes Verhalten zu motivieren, reicht aber nicht aus, ist Wirtz überzeugt: „Neben der umfassenden Schulung im Einsatzbereich und am Stapler ist es unerlässlich, dass wir auch die Fahreignung und das Fahrverhalten der Mitarbeiter regelmäßig kontrollieren.“ Zum Beispiel dann, wenn sie Lkws entladen. Ein wesentlicher Anteil der für die Schmierstoffproduktion notwendigen Rohstoffe und Grundöle wird bei Fuchs Europe per Lkw als Fass-, Sack- oder Containerware angeliefert. Vor allem beim Entladen der Fässer müssen die Fahrer besonders vorsichtig sein. Knifflig gestaltet sich dabei das Rückwärtsfahren aus dem Laderaum des Lkw über die Laderampe – nicht nur wegen der besonderen Bauweise des Gabelstaplers, dessen Lenkachse sich hinten befindet und zu einemeigenwilligen Fahr- und Lenkverhalten führt. Da die angelieferten Fässer meist nicht auf Paletten stehen, benutzen die Fahrer zum Entladen einen so genannten Fasslifter. Angebracht an den Gabelzinken des Staplers ermöglicht dieser zwar das sichere Greifen der 200-Liter-Fässer mit Hilfe einer selbstschließenden Zange. Mit einer Länge von mehr als einemMeter erschwert er aber gleichzeitig die Ausfahrt aus dem Lkw und das Rangieren im Lager – weshalb für beides ein hohes Maß an Fahrkünsten erforderlich ist.


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